Wo einst das Steigenberger residierte, verwandelte ein Investorenduo 2016 ein Alpenhotel in ein skandinavisch inspiriertes Boutique-Refugium mit Bergblick.
Aus dem 2016 aufgegebenen Steigenberger Alpenhotel & Spa wurde binnen acht Monaten das HUUS Gstaad – ein unabhängiges Boutiquehotel mit 136 Zimmern zwischen Saanen und Gstaad. Hinter dem Rebranding stehen die Investoren Marwan Naja und Günter Weilguni, die für 26,26 Millionen Franken ein neues, skandinavisch inspiriertes Lifestyle-Konzept realisierten.
Das HUUS Gstaad liegt an der Schönriedstrasse zwischen den Dörfern Saanen und Gstaad; die offizielle Postadresse lautet Saanen, touristisch wird das Haus jedoch – wie bereits das gelistete Ultima Hotel Gstaad – als „Gstaad“ vermarktet. Die Hanglage bietet Panoramablick auf die Berner Alpen, nur wenige Autominuten vom Zentrum Gstaads und den Talstationen der umliegenden Skigebiete entfernt.
Das Konzept
Bis Ende März 2016 firmierte das Haus über 35 Jahre lang als Steigenberger Alpenhotel & Spa – die deutsche Hotelgruppe war seit 1981 an diesem Standort präsent. Am 8. Dezember 2015 kaufte die eigens gegründete HUUS Gstaad AG, hinter der die Investoren Marwan Naja und der Gstaader Hotelier Günter Weilguni stehen, die Liegenschaft von der börsennotierten Acron Helvetia Immobilien AG für 26,26 Millionen Franken. Nach rund achtmonatiger Totalrenovation (April bis Anfang Dezember 2016), bei der unter anderem der schwedische Architekt Erik Nissen Johansen (Stylt Trampoli) Zimmer, Lobby, Bar und Spa neu gestaltete, öffnete das Haus im Dezember 2016 unter dem komplett neuen, unabhängigen Namen HUUS Gstaad. Es handelt sich also nicht um einen Neubau, sondern um ein grundlegendes Rebranding eines etablierten Hauses – vom klassischen Steigenberger-Stil hin zu einem lässigeren, outdoor-orientierten Lifestyle-Konzept mit 136 Zimmern und Suiten über sieben Stockwerke. Kernstück ist das „Livingroom“ genannte, über 400 Quadratmeter grosse Wohnzimmer mit Lounge, Bar, Bibliothek und Terrasse mit Mountain-Concierge-Service. Der rund 2000 Quadratmeter grosse Spa-Bereich erstreckt sich über drei Etagen mit finnischer und aromatischer Sauna, Kräuterdampfbad, Eisbrunnen, Panorama-Hallenbad, Kinder-Spa und zwei Behandlungsräumen.
Gastronomie & Wellness
Unter der Leitung von Küchenchef Giuseppe Colella bietet das Haus mehrere gastronomische Konzepte: das à-la-carte-Restaurant „La Vue“, eine Sushi-Bar, eine Weinlounge sowie eine Bar mit der höchstgelegenen Flaschenwand der Region und eine gemütliche Fondue-Stube. Der Fokus liegt bewusst auf Sharing-Plates und Tapas mit lokalen, teils biologischen Produkten – ein familienfreundlicher, unprätentiöser Ansatz statt klassischer Grandhotel-Gourmetküche.