Kanton Bern (Berner Oberland), Schweiz

Neue Hotels in Gstaad

Gstaads erstes Fünf-Sterne-Haus von 1910, das frühere Park Hotel, wird unter Interieurarchitekt Joseph Dirand saniert und soll im Sommer 2027 als The Park Gstaad unter der Flagge von Four Seasons wiedereröffnen.

Gstaad

Jetzt geöffnet in Gstaad

Demnächst in Gstaad

Wir zählen fünf neue oder im Umbau befindliche Hotelprojekte im Ferienort Gstaad und seiner unmittelbaren Umgebung im Berner Oberland: von der bereits Ende 2016 abgeschlossenen Verwandlung eines ehemaligen Steigenberger-Hauses in das skandinavisch geprägte HUUS Gstaad bis zur für Sommer 2027 angekündigten Rückkehr von Four Seasons unter der Flagge The Park Gstaad. Zwei der fünf Adressen sind bereits seit Jahren in Betrieb, zwei weitere (The Park Gstaad und das Grand Hotel Sonnenhof im Nachbardorf Saanen) befinden sich noch im Umbau, und mit The Mansard, Gstaad eröffnete im Mai 2024 die jüngste bereits geöffnete Adresse. Preislich liegt die Spanne zwischen rund 250 Franken pro Nacht im HUUS Gstaad und deutlich darüber im Ultima Hotel Gstaad, während die beiden künftigen Fünf-Sterne-Häuser ihre Tarife noch nicht veröffentlicht haben.

Was man in Gstaad unternehmen kann

Ein Wochenende in Gstaad

Für ein Wochenende lohnt sich, den ersten Tag der autofreien Dorfpromenade zu widmen: Chaletarchitektur, Boutiquen und Restaurants reihen sich auf wenigen hundert Metern aneinander, flankiert von den Bergketten des Saanenlands. Ein Abstecher zur Wispile-Gondelbahn, die direkt gegenüber dem Ultima Hotel Gstaad talwärts fährt, bringt in wenigen Minuten Panoramablick auf das Dorf und die umliegenden Gipfel, ohne dass ein Auto nötig wäre. Der zweite Tag eignet sich für die Bergbahn zur Eggli oder, je nach Saison, für eine Wanderung entlang der Saane, des Flusses, der dem Tal seinen Namen gibt. Wer stattdessen die Ruhe eines Spa-Nachmittags sucht, findet im rund 2000 Quadratmeter grossen Wellnessbereich des HUUS Gstaad mit Panorama-Hallenbad und mehreren Saunen eine naheliegende Adresse, unabhängig davon, ob man dort übernachtet.

Eine ganze Woche

Mit einer vollen Woche lässt sich das gesamte Saanenland erschliessen, jene Talschaft rund um Gstaad, zu der auch Saanen, Schönried, Gsteig und Rougemont gehören. Ein Tagesausflug zum Gletscher am Diablerets, mit Seilbahn ab dem Col du Pillon erreichbar, führt auf über 3000 Meter Höhe und zu einer Hängebrücke mit Blick auf die umliegenden Alpengipfel bis zum Mont Blanc an klaren Tagen. Wer die GoldenPass-Bahnstrecke nutzt, die Gstaad mit Montreux am Genfersee auf der einen und Zweisimmen und Interlaken auf der anderen Seite verbindet, kann einen Tag am Genfersee einplanen, ohne das Auto zu bewegen. Im Sommer prägt das jährliche Musikfestival mit klassischen Konzerten in Zelten und Kirchen der Region das kulturelle Programm, im Winter sind es die Skigebiete rund um Wispile, Eggli, Saanenmöser und Videmanette, die zusammen mit dem benachbarten Gebiet Gstaad Mountain Rides eines der grösseren zusammenhängenden Skigebiete des Berner Oberlands bilden. Ein Ausflug in die Käsereien der Region, in denen sich die Herstellung des lokalen Bergkäses beobachten lässt, rundet einen Aufenthalt ab, ebenso ein Spaziergang durch das benachbarte Saanen mit seiner reformierten Kirche und den historischen Chaletfassaden.

Lagen in Gstaad und im Saanenland

Gstaad-Zentrum: die Promenade und ihre neuen Adressen

Direkt an beziehungsweise wenige Gehminuten von der Gstaad Promenade liegen die beiden zentrumsnächsten Neueröffnungen. The Park Gstaad, A Four Seasons Hotel ist keine Neugründung, sondern die umfassende Renovierung des 1910 eröffneten, über ein Jahrhundert unabhängig geführten Park Hotel: Gstaads erstem Fünf-Sterne-Haus überhaupt. Eigentümerin Dona Bertarelli lässt das Haus über die Investmentgesellschaft Squircle Capital sanieren, mit dem französischen Interieurarchitekten Joseph Dirand verantwortlich für die künftig 75 Zimmer und Suiten samt Penthouse-Residenzen; die ursprünglich für die Wintersaison 2026/27 angekündigte Eröffnung wurde im Sommer 2026 auf Sommer 2027 verschoben. An der Untergstaadstrasse, mit Blick auf die Promenade und die Berner Alpen, eröffnete im Mai 2024 zunächst unabhängig The Mansard, Gstaad mit 29 Zimmern und der einzigen Rooftop-Bar des Orts. Ende 2024 übernahm die von InterGlobe Enterprises getragene Lifestyle-Gruppe Miiro das Haus als ihr erstes Schweizer Projekt, begleitet von einem Markenschulungsprogramm und punktuellen Verbesserungen statt eines vollständigen Umbaus.

Oberhalb des Dorfs: Chalet-Luxus mit Bergblick und Skianbindung

Oberhalb von Gstaad, mit direktem Zugang zu den Skigebieten, konzentrieren sich zwei der etablierteren Adressen. Das Ultima Hotel Gstaad besteht aus drei miteinander verbundenen Holzchalets und vereint als hybrides Format elf Suiten mit sechs privaten Residenzen unter einem Dach; anders als die Schwesteradresse in Genf verfügt das Haus über Rezeption, Restaurant und Spa und funktioniert damit als klassisches Boutique-Hotel, seit der Eröffnung 2017 nur rund zwei Autominuten von den Skiliften entfernt und gegenüber der Wispile-Gondelbahn gelegen. An der Schönriedstrasse zwischen den Dörfern Saanen und Gstaad liegt das HUUS Gstaad, dessen offizielle Postadresse zwar Saanen lautet, das touristisch aber, wie schon das Ultima Hotel Gstaad, als „Gstaad" vermarktet wird. Bis Ende März 2016 firmierte das 136-Zimmer-Haus noch als Steigenberger Alpenhotel & Spa, bevor die eigens gegründete HUUS Gstaad AG es von der Acron Helvetia Immobilien AG kaufte und der schwedische Architekt Erik Nissen Johansen (Stylt Trampoli) Zimmer, Lobby, Bar und Spa binnen acht Monaten komplett neu gestaltete. Kernstück ist seither das „Livingroom" genannte, über 400 Quadratmeter grosse Wohnzimmer mit Lounge, Bibliothek und Mountain-Concierge-Service.

Saanen: die nächste grosse Adresse der Region

In der Nachbargemeinde Saanen, rund zwei Kilometer von Gstaad entfernt und Teil derselben Tourismusdestination Gstaad-Saanen, entsteht mit dem Grand Hotel Sonnenhof das ambitionierteste Bauprojekt der Region. Das denkmalgeschützte Gebäude von 1913/1914 diente ursprünglich als Sanatorium „Solsana" für den Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverein, später als allgemeines Hotel und zuletzt als Mitarbeiterunterkunft beziehungsweise Pop-up-Hotel. Nach dem Erwerb durch die Solsana AG Ende 2017 entwarfen die renommierten Architekten Herzog & de Meuron den Umbau zu einem Fünf-Sterne-Grandhotel mit rund 26 bis 28 Zimmern und rund einem Dutzend Wohneinheiten: Der historische Mitteltrakt bleibt erhalten, die Seitenflügel werden neu gebaut. Es handelt sich um die erste Nutzung des Gebäudes als klassisches Grandhotel dieser Kategorie, nicht um die Renovierung eines bereits bestehenden Fünf-Sterne-Hauses.

Welches Hotel für Ihre Reise

Design- & Geschichtsinteressierte

The Park Gstaad und das Grand Hotel Sonnenhof zeigen beide, wie sorgfältig das Saanenland mit historischer Bausubstanz umgeht: ein über hundertjähriges Grandhotel im einen Fall, ein denkmalgeschütztes früheres Sanatorium im anderen, jeweils von international renommierten Architekten, Joseph Dirand beziehungsweise Herzog & de Meuron, neu interpretiert. Beide Projekte befinden sich noch im Bau, lohnen aber schon jetzt die Beobachtung für einen späteren Aufenthalt.

Familien

Das HUUS Gstaad richtet sich mit seinem grosszügigen „Livingroom", dem dreistöckigen Spa-Bereich samt Kinder-Spa und der Lage zwischen Saanen und Gstaad an Familien, die einen längeren Aufenthalt mit Wellness- und Berg-Programm suchen, ohne auf kurze Wege zu den umliegenden Skigebieten zu verzichten.

Winterurlauber & Skifahrer

Wer die Skisaison priorisiert, findet im Ultima Hotel Gstaad mit rund zwei Autominuten zu den Liften und direktem Blick auf die Wispile-Gondelbahn die naheliegendste Adresse dieses Guides. Das HUUS Gstaad liegt nur wenige Autominuten von den Talstationen der umliegenden Skigebiete entfernt und eignet sich damit ebenfalls für einen wintersportorientierten Aufenthalt.

Boutique-Atmosphäre & kurze Wege zur Promenade

The Mansard, Gstaad verbindet mit seinen 29 Zimmern in fünf Kategorien, privaten Balkonen mit Bergblick und der einzigen Rooftop-Bar des Orts eine zentrale Lage im Dorfkern mit dem intimeren Massstab eines Boutique-Hotels: für Gäste, die die Promenade zu Fuss erreichen wollen, ohne auf ein grosses Hotelprogramm angewiesen zu sein.

Längere Aufenthalte & Residence-Charakter

Wer eine Adresse für einen längeren Aufenthalt oder mehrere Generationen einer Familie sucht, findet im Ultima Hotel Gstaad mit seinen sechs privaten Residenzen neben den elf Suiten ein hybrides Format, das Hotelservice mit dem Raumangebot einer eigenen Unterkunft verbindet. Das künftige Grand Hotel Sonnenhof in Saanen soll neben den rund 26 bis 28 Hotelzimmern ebenfalls ein rundes Dutzend Wohneinheiten umfassen, richtet sich damit also in einem ähnlichen Massstab an Gäste mit Interesse an einer festen Basis im Saanenland.

Anreise und Jahreszeiten

Gstaad liegt an der GoldenPass-Bahnstrecke zwischen Montreux am Genfersee und Zweisimmen beziehungsweise Interlaken, was den Ort sowohl von der Genferseeregion als auch vom Berner Oberland aus ohne Auto erreichbar macht. Mit dem Auto beträgt die Fahrzeit ab Genf rund zwei Stunden, wie bereits beim künftigen The Park Gstaad vermerkt; der Bahnhof Gstaad selbst liegt von dort aus nur rund fünf Autominuten entfernt. Der nächste internationale Flughafen ist Genf-Cointrin, von dem aus sich die Bahnreise über Montreux gut mit der Fahrt entlang des Genfersees verbinden lässt.

Die Saison prägt den Charakter des Aufenthalts deutlich: Im Winter, zwischen Dezember und März, stehen die Skigebiete rund um Wispile, Eggli, Saanenmöser und Videmanette im Vordergrund, während der Ort im Sommer vor allem für Wanderungen in den umliegenden Alpweiden und für sein klassisches Musikfestival, das Gstaad Menuhin Festival, bekannt ist, das jedes Jahr Konzerte in Zelten und Kirchen der Region veranstaltet. Zwischen den beiden Hauptsaisons, im Früh- und Spätherbst, ist das Saanenland deutlich ruhiger: ein Zeitpunkt, zu dem sich auch günstigere Zimmerpreise finden lassen, etwa im HUUS Gstaad.

Wie wir Eröffnungen in Gstaad verifizieren

Jeder Eintrag wird gegen mindestens zwei unabhängige Quellen geprüft, bevor er veröffentlicht wird: offizielle Pressemitteilungen der Hotelmarken, Schweizer Fachmedien der Hotellerie (etwa htr.ch) sowie unabhängige Wirtschafts- und Reiseberichterstattung. Die Statusangaben (Angekündigt, Eröffnet) spiegeln den jeweils aktuellsten verfügbaren Stand wider; eine umfassende Renovierung mit Markenwechsel wie beim HUUS Gstaad oder beim künftigen The Park Gstaad wird als solche gekennzeichnet, nicht als Neubau präsentiert. Unser Redaktionsteam akzeptiert keine gesponserten Platzierungen, keine Werbung von Hotelketten und keine Influencer-Vereinbarungen.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele neue Hotels in Gstaad verzeichnet dieser Guide?

Fünf Adressen in Gstaad und im unmittelbar benachbarten Saanen: vom bereits Ende 2016 wiedereröffneten HUUS Gstaad bis zum für Sommer 2027 angekündigten The Park Gstaad, A Four Seasons Hotel.

Wann kommt Four Seasons nach Gstaad?

Nach aktuellem Stand im Sommer 2027, wenn The Park Gstaad nach umfassender Renovierung des historischen Park Hotel unter der Flagge von Four Seasons eröffnet: eine Verschiebung gegenüber der ursprünglich für die Wintersaison 2026/27 geplanten Eröffnung.

Welches ist das am nächsten an den Skiliften gelegene neue Hotel?

Das Ultima Hotel Gstaad, rund zwei Autominuten von den Liften entfernt und direkt gegenüber der Wispile-Gondelbahn gelegen.

Liegen alle hier verzeichneten Hotels in Gstaad selbst?

Nicht ganz. Das HUUS Gstaad trägt offiziell die Postadresse Saanen, wird touristisch aber als Gstaad vermarktet, und das Grand Hotel Sonnenhof entsteht in der rund zwei Kilometer entfernten Nachbargemeinde Saanen: beide gehören zur gemeinsamen Tourismusdestination Gstaad-Saanen.

Was war das HUUS Gstaad, bevor es diesen Namen trug?

Bis Ende März 2016 firmierte das Haus über 35 Jahre lang als Steigenberger Alpenhotel & Spa. Nach einer rund achtmonatigen Totalrenovation eröffnete es im Dezember 2016 unter dem komplett neuen, unabhängigen Namen HUUS Gstaad wieder.

Wer entwirft das Grand Hotel Sonnenhof in Saanen?

Die Architekten Herzog & de Meuron, die für den Umbau des denkmalgeschützten früheren Sanatoriums „Solsana" von 1913/1914 in ein Fünf-Sterne-Grandhotel verantwortlich sind, der historische Mitteltrakt bleibt dabei erhalten, die Seitenflügel werden neu errichtet.

Braucht man in Gstaad ein Auto?

Nein. Die GoldenPass-Bahnlinie verbindet Gstaad direkt mit Montreux am Genfersee und mit Zweisimmen und Interlaken, und die Dorfpromenade selbst ist autofrei. Für die Bergbahnen zu Wispile, Eggli oder Videmanette sowie für die meisten der hier verzeichneten Hotels reicht die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr.

Wie hoch sind die Preise in den neuen Gstaader Hotels?

Sie reichen von rund 250 Franken pro Nacht im HUUS Gstaad über rund 270 Franken im The Mansard bis zu rund 640 Franken im Ultima Hotel Gstaad; für die beiden noch im Bau befindlichen Fünf-Sterne-Häuser, The Park Gstaad und das Grand Hotel Sonnenhof, sind noch keine Tarife veröffentlicht.